GEMEINSAM STARK gegen soziale Ausgrenzung

SOZIALE  ARBEIT

der evangelischen Kirchengemeinde

HEILIG KREUZ - PASSION

in Berlin - Kreuzberg

 
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Flüchtlingshilfe

Beratung

Flüchtlinge finden sich häufig in extremen Situationen wieder. Sie stehen Ämtern gegenüber und müssen sich in einer fremden Umgebung orientieren. Die Heilig Kreuz-Passion Gemeinde in Kreuzberg bietet Flüchtlingen fundierte Beratung, nunmehr in neuen Räumen, an.

 

AKTUELLE EINSCHRÄNKUNGEN wegen des Corona-Virus:

Beratung für Flüchtlinge in der "Flüchtlingskirche" St.Simeon, Wassertorstraße 21a, 10969 Berlin

Bis zum 30. Juni 2020 finden keine öffentlichen Veranstaltungen und Seminare  in der Flüchtlingskirche statt.
Das Café ist geschlossen. Die Deutschkurse fallen bis 31.05.2020 aus.

Aktuelle Kontaktmöglichkeiten auf: https://www.fluechtlingskirche.de/kontakt

Wir sind Montag bis Freitag 09:00 bis 14:00 Uhr erreichbar.

Die Beratung findet bis zum 30. Juni 2020 nur telefonisch statt.

Kontakt: Tel.: 030/ 691 41 83, E-Mai:

 

 

 

 

 

 

Flüchtlingsort Bergmannstraße
Kontakt: Marita Leßny, Tel. 0162 9498223

 

Schon öfter habe ich Ihnen von den Flüchtlingen berichtet, die unsere Gemeinde betreut.

Fast zwei Jahre lebten sie im grauen Haus, auf dem Friedhof Bergmannstrasse. Inzwischen in angemieteten Räumen des Friedhofverbandes, als WGs. Sie werden weiterhin von den Ehrenamtlichen des rosa Hauses bei den Unwegsamkeiten des Alltags, z.B. bei Behördengängen, Schulsuche, Ausbildungssuche, Arztbesuchen( Abdu war gerade beim Zahnarzt, der meinte er brauch eine Zahnreinigung und dann bekam er die Rechnung:120€, mit Begleitung wär das nicht passiert) etc. begleitet.

Deutschkurse sind ein weiterer, sehr wichtiger Punkt zur Integration. Seit dem 10. Dezember 2014 gibt es ehrenamtlichen Deutschkurs im „rosa Haus“ auf dem Friedhof Bergmannstr/Südstern. Bisher wurden 59 Männer und zwei Frauen aus Afrika unterrichtet, die sonst keinen Zugang zu Bildung bekamen, da sie keinen Aufenthaltsstatus in Berlin hatten und zum größten Teil Analphabeten sind. Von August 2016 lernten 16 Männer täglich für die B1 Prüfung, die am 20.Dezember stattfand. Hospitation in einer Firma ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in unsere Gesellschafft. Die Kirche hat geschafft, für viele Geflüchtete einen Praktikumsplatz in einer Firma zu finden.

Deswegen hat das rosa Haus ein verändertes Konzept entwickelt. Neben dem Spracherwerb steht jetzt vor allem fachbezogenes Lernen auf dem Stundenplan.

Da die jungen Männer jetzt in Berufsvorbereitungskursen oder in der Ausbildung sind, gestalten wir unser rosa Haus sehr flexibel und individuell. Jede Berufsgruppe braucht ihre spezielle Förderung. Daher treffen sich die Schüler mit einer/m Ehrenamtlichen und lernen gemeinsam für die Berufsschule. Für uns HelferInnen ist das eine spannende Herausforderung, da wir uns dafür auch in ganz neuen Themen bewegen. Auch Debatten zu Themen wie Hygiene, Umweltschutz, Rechte und Pflichten, Umgang mit Geld und vieles mehr.

Natürlich kommt auch der Spaß im rosa Haus nicht zu kurz. Wir kochen zusammen, essen gemeinsam, unternehmen Ausflüge

Viele Ehrenamtliche investieren sehr viel Energie und ihrer Zeit, um den Flüchtlingen beizustehen und sie zu begleiten.

Aus der 1.Hilfe in der großen Notlage, in der sich die Flüchtlinge lange Zeit befanden, ist ein Motor für lebendige Demokratie und Mitgestaltung geworden.

 

Da jeder zu unterschiedlichsten Zeiten Hilfe braucht, sind uns neue Ehrenamtliche herzlich willkommen!

 

Marita Leßny